{"id":758,"date":"2022-11-21T07:59:41","date_gmt":"2022-11-21T07:59:41","guid":{"rendered":"https:\/\/bertha-von-suttner.net\/?page_id=758"},"modified":"2023-09-23T03:41:16","modified_gmt":"2023-09-23T03:41:16","slug":"die-waffen-nieder-der-roman-aufgabe-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bertha-von-suttner.net\/en\/die-waffen-nieder-der-roman-aufgabe-2\/","title":{"rendered":"Die Waffen nieder \u2013 der Roman: Task 2"},"content":{"rendered":"[vc_row][vc_column css=&#8221;.vc_custom_1642144660627{padding-right: 20% !important;padding-left: 20% !important;}&#8221;][vc_text_separator title=&#8221;Task 2&#8243;]<div class=\"vcex-spacing wpex-w-100 wpex-clear\" style=\"height:30px;\"><\/div>[vc_column_text]For German readers only: Im ersten Buch erf\u00e4hrt die Hauptfigur und Ich-Erz\u00e4hlerin Martha vom Tod ihres ersten Mannes, Graf Arno Drotzky, in der Schlacht von Solferino (1859).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Lest den Auszug aus dem Ersten Buch des Romans. Fasst den Inhalt in eigenen Worten zusammen und diskutiert dar\u00fcber, ob ihr der These von Marthas Vater am Ende dieses Ausschnitts zustimmen w\u00fcrdet oder nicht. Begr\u00fcndet eure Entscheidung.<\/li>\n<\/ul>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]\n<pre>\u00bbJetzt ist alles aus, Martha: Solferino hat entschieden: wir sind geschlagen.\u00ab\n\nMit diesen Worten kam mein Vater eines Morgens auf das Gartenpl\u00e4tzchen geeilt, wo ich unter den Schatten einer Lindengruppe sa\u00df.\n\nIch war mit meinem kleinen Rudolf in mein M\u00e4dchenheim zur\u00fcckgekehrt. Acht Tage nach dem gro\u00dfen Schlage, der mich getroffen, \u00fcbersiedelte meine Familie nach Grumitz, unserem Landsitz in Nieder\u00f6sterreich, und ich mit ihr. Allein h\u00e4tte ich ja verzweifeln m\u00fcssen. Jetzt waren sie wieder alle um mich, wie vor meiner Verheiratung: mein Vater, Tante Marie, mein kleiner Bruder und meine zwei aufbl\u00fchenden Schwestern. Sie alle taten, was sie nur konnten, meinen Kummer zu lindern und behandelten mich mit einer Art Hochachtung, die mir wohltat. In meinem traurigen Schicksal lag f\u00fcr sie offenbar eine gewisse Weihe, etwas, was mich \u00fcber meine Umgebung erhob \u2013 selbst eine Gattung Verdienst. Neben dem Blute, das die Soldaten auf dem Altar des Vaterlandes vergie\u00dfen, bilden ja die am selben Altar vergossenen Tr\u00e4nen der beraubten Soldatenm\u00fctter, Frauen und Br\u00e4ute die n\u00e4chste heilige Libation. So war es auch ein leises Stolzgef\u00fchl \u2013 ein Bewu\u00dftsein, da\u00df es sozusagen eine milit\u00e4rische W\u00fcrde vorstellt, einen geliebten Mann auf dem Felde der Ehre verloren zu haben, welches mir meinen Schmerz am besten tragen half. Und ich war ja nicht die einzige. Wie viele, viele im ganzen Land trauerten jetzt um ihre in italienischer Erde ruhenden Lieben ...\n\nN\u00e4here Einzelheiten \u00fcber Arnos Ende sind mir damals nicht bekannt geworden; man hatte ihn tot aufgefunden, agnosziert, begraben, das war alles, was ich wu\u00dfte. Sein letzter Gedanke war gewi\u00df zu mir und zu unserem kleinen Liebling geflogen, und sein Trost im letzten Augenblick mu\u00df das Bewu\u00dftsein gewesen sein: Ich habe meine Pflicht \u2013 mehr als meine Pflicht getan.\n\n\u00bbWir sind geschlagen,\u00ab wiederholte mein Vater d\u00fcster, indem er sich neben mich auf die Gartenbank setzte.\n\n\u00bbAlso wurden die Geopferten umsonst geopfert,\u00ab seufzte ich.\n\n\u00bbDie Geopferten sind zu beneiden, weil sie von der Schmach nichts wissen, die uns getroffen hat. Aber mir werden uns schon noch aufraffen, wenn auch jetzt \u2013 wie es hei\u00dft \u2013 Friede geschlossen werden soll \u2013\u00ab\n\n\u00bbAh, Gott geb's!\u00ab unterbrach ich \u00bbF\u00fcr mich Arme freilich zu sp\u00e4t ... aber so werden doch tausend andere verschont.\u00ab\n\n\u00bbDu denkst immer nur an dich und an die einzelnen Menschen. Aber in dieser Frage handelt es sich um \u00d6sterreich.\u00ab\n\n\u00bbUnd besteht dieses nicht aus lauter einzelnen Menschen?\u00ab\n\n\u00bbMein Kind, ein Reich, ein Staat lebt ein l\u00e4ngeres und wichtigeres Leben als die Individuen. Diese schwinden, Generation um Generation, und das Reich entfaltet sich weiter; w\u00e4chst zu Ruhm, Gr\u00f6\u00dfe und Macht, oder sinkt und schrumpft zusammen und verschwindet, wenn es sich von anderen Reichen besiegen l\u00e4\u00dft. Darum ist das wichtigste und h\u00f6chste, was jeder einzelne erstreben mu\u00df und wof\u00fcr er jederzeit gern sterben soll, die Existenz, die Gr\u00f6\u00dfe, die Wohlfahrt des Reiches.\u00ab\n\n\n\n\nBertha von Suttner: Die Waffen nieder!, Buch 1, zit. n. <a href=\"https:\/\/www.projekt-gutenberg.org\/suttner\/waffenni\/chap001.html\">https:\/\/www.projekt-gutenberg.org\/suttner\/waffenni\/chap001.html<\/a>.<\/pre>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column css=&#8221;.vc_custom_1642145712466{padding-right: 20% !important;padding-left: 20% !important;}&#8221;][vc_column_text]\n<ul>\n<li>Schaut euch das kurze Video \u00fcber die Schlacht von Solferino auf youtube an: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fMrahHZVbtM\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fMrahHZVbtM<\/a>. Recherchiert, wann das \u00d6sterreichische Rote Kreuz gegr\u00fcndet wurde.<\/li>\n<li>Henri Dunant erhielt 1901 zusammen mit dem franz\u00f6sischen Pazifisten Fr\u00e9d\u00e9ric Passy den ersten Friedensnobelpreis. Bertha von Suttner erhielt diesen Preis im Jahr 1905. Recherchiert weitere Friedensnobelpreistr\u00e4ger:innen und stellt zwei davon vor.<\/li>\n<li>Kreativaufgabe: Stellt die Szene als Comic dar.<\/li>\n<\/ul>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column css=&#8221;.vc_custom_1642144660627{padding-right: 20% !important;padding-left: 20% !important;}&#8221;][vc_text_separator title=&#8221;Task 2&#8243;][vc_column_text]For German readers only: Im ersten Buch erf\u00e4hrt die Hauptfigur und Ich-Erz\u00e4hlerin Martha vom Tod ihres ersten Mannes, Graf Arno Drotzky, in der Schlacht von Solferino (1859). &nbsp; Lest den Auszug aus dem Ersten Buch des Romans. 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